Jaspise
Sammlung von Trommelsteinen
Diese Kollektion präsentiert neun unterschiedliche Jaspis-Varietäten, von denen jede ein farbiges Abbild uralter Veränderungen in der Erdkruste ist. Jaspise werden seit Jahrtausenden geschätzt für ihre prächtige Palette erdiger Farben, ihre unglaubliche Vielfalt und ihre einzigartigen Zeichnungen.


LEOPARD-JASPIS
- Merkmale: Leopard-Jaspis, auch bekannt als Leopard Skin Jasper, ist ein dekorativer Stein, der besonders wegen seiner faszinierenden orbikulären Struktur geschätzt wird. Runde und ovale Formen in Grün-, Gelb- bis Rottönen vermischen sich mit horizontalen Strukturen und erzeugen wunderschöne Muster. Er ist bei Schmuckherstellern sehr beliebt, vor allem in Form von Cabochons und kleinen Figuren.
- Ursprünge: Vulkanische Gesteine aus der Zeit vom Miozän bis zum Pleistozän bildeten die Grundlage für die Entstehung dieses Steins. In der darauffolgenden Periode kam es zur Verkieselung dieser vulkanischen Sedimente, wodurch die Jaspismassen entstanden, wie wir sie heute kennen.
- Vorkommen: Leopard-Jaspis ist ein äußerst seltener Stein und kommt in dieser Qualität und Menge nur an einer einzigen Fundstelle weltweit vor – in der Region Aguas Calientes im Bundesstaat Chihuahua in Mexiko.

BILDJASPIS
- Merkmale: Bildjaspis, auch bekannt als Kalahari Picture Stone, zeichnet sich durch Zeichnungen aus, die an Landschaften wie Wüsten und Berge erinnern – daher sein Name. Die Farbskala reicht von Braun über Beige und Gelb bis hin zu sandigen Tönen.
- Ursprünge: Bildjaspis entsteht durch die Sedimentation von Wüstensanden und deren anschließende Verkieselung. Wechselnde Bildungsbedingungen und der Eisengehalt führten zu farblichen und strukturellen Mustern, die an Landschaftsbilder erinnern. Der Großteil der Jaspise entstand im Zeitraum vom Proterozoikum bis zum Paläozoikum – also vor hunderten Millionen Jahren.
- Vorkommen: Die meisten Vorkommen sind an die Regionen der Kalahari-Wüste in Namibia und der Republik Südafrika gebunden. Das hochwertigste Material zeichnet sich durch einen hohen Grad an Verkieselung aus und stammt aus Namibia. Auch unser Stein kommt von dort.

ROTER JASPIS
- Merkmale: Jaspis, eine undurchsichtige Varietät des Quarzes, erhält seine intensive rote Farbe durch den Gehalt an Eisenoxid. Kennzeichnend für ihn sind Zeichnungen, die sich meist in Form von interessanten Flecken oder Streifen zeigen.
- Ursprünge: Er entsteht durch die Ablagerung von kieselhaltigen Massen mit einem Anteil an eisenhaltigen Mineralen. Er kann auch vulkanischen Ursprungs sein, wenn Eisenoxide in silikathaltige Gesteine eindringen. Häufig lagert er sich in Sedimentbecken ab oder ist das Ergebnis hydrothermaler Prozesse.
- Vorkommen: Bedeutende Vorkommen befinden sich in Südafrika, Indien und Brasilien. Afrikanische Jaspise weisen kräftige Rottöne auf, oft mit weißen Quarzadern. Dieser Stein stammt aus Minen in der Nähe der Stadt Postmasburg in der Provinz Northern Cape, Südafrika.

HELIOTROP
- Merkmale: Der Heliotrop aus Südafrika ist besonders wegen der starken Kontraste zwischen dem graugrünen Muttergestein und den roten Flecken beliebt. Die dunkelgrüne Masse, die aus verkieseltem Chlorit besteht, enthält häufig auch schimmernde Pyritkörner. Die markanten roten Jaspisflecken machen diesen Halbedelstein zu einem sehr dekorativen Stein.
- Ursprünge: Seine Entstehung verdankt der Heliotrop hydrothermalen Prozessen. Bei veränderten Bedingungen, insbesondere durch die Anreicherung der Lösungen mit Eisen und anderen Elementen, kommt es zur Ausfällung kieselhaltiger Massen.
- Vorkommen: Dieser Heliotrop stammt aus dem Barberton-Gebirge in der Republik Südafrika.

DALMATINER-JASPIS
- Merkmale: Dieser Stein ist meist unter den Namen Dalmatian Jasper oder Dalmatian Stone bekannt. Aus geologischer Sicht handelt es sich eher um ein magmatisches Gestein, das aus Feldspat, Quarz und Amphibolen besteht. Insbesondere der zuletzt genannte Mineralanteil verursacht die schwarzen Punkte in der gelbgrünen Matrix.
- Ursprünge: Die Entstehung dieses Steins ist an ein magmatisches Milieu gebunden, in dem sich während der Kristallisation des Magmas eine Amphibolit-Varietät namens Arfvedsonit ausscheidet, die anschließend die charakteristischen schwarzen Flecken bildet.
- Vorkommen: Die bedeutendste Fundstelle dieses Steins befindet sich in Mexiko, im Bundesstaat Chihuahua. Unser Stein stammt ebenfalls aus diesem Gebiet.

EPIDOT-JASPIS
- Merkmale: Dieser Stein ist in Sammlerkreisen unter dem Namen Dragonstone – Drachenstein – bekannt. Er ist charakteristisch durch eine grüne Matrix mit rotbraunen Flecken. Der Name leitet sich von dem Berg ab, auf dem er vorkommt.
- Ursprünge: Der Stein entsteht in metamorphen Gesteinen, zum Beispiel in Marmor, oder durch die Einwirkung hydrothermaler Lösungen. Ursprünglich wurde er als roter Jaspis in einer epigon-grünen Matrix klassifiziert. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass die rote Komponente kein Jaspis ist, sondern eine Epidot-Varietät namens Piemontit.
- Vorkommen: Dieser Stein kommt in der Republik Südafrika im Gebiet Limpopo vor, in der Nähe der Thermalquellen von Tsipise. Die örtlichen heißen Quellen haben wahrscheinlich die kalkhaltigen Sedimente aufgelöst und so diese wunderschöne Farbkombination hervorgebracht. Auch unser Stein stammt aus dieser Gegend.

MOOKAIT
- Merkmale: Mookait ist eine Jaspis-Varietät mit wunderschönen Pastellfarben wie Gelb, Ocker, Rot, Burgunder, Violett und Creme. Besonders dekorativ ist das Wechselspiel dieser Farben auf einem einzigen Stein, wodurch Muster entstehen, die an natürliche abstrakte Kunst erinnern. Der Name stammt vom aboriginesischen Wort Mooka, was „fließendes Wasser“ bedeutet.
- Ursprünge: Ablagerungen der Kreidemeere, hauptsächlich Mikroorganismen, bildeten das Grundmaterial für die Entstehung dieses wunderschönen Steins. Im Verlauf der geologischen Zeiträume wurden diese Organismen verkieselt, und so entstand der Stein, den wir heute kennen.
- Vorkommen: Die einzige bedeutende Fundstätte von Mookait befindet sich in Australien, im Gebiet der Kennedy Ranges, unweit des Baches Mooka Creek. Auch unser Stein stammt von dort.

GELBER JASPIS
- Merkmale: Diese Art von Jaspis zeichnet sich durch einen ockerfarbenen Ton aus, oft mit einem Hauch dunklerer Zeichnung. Ihre gelben bis gelblich-braunen Farbtöne verdanken Jaspise den fein verteilten Beimengungen von Eisenoxiden in der kieselhaltigen Masse, insbesondere Limonit und Goethit.
- Ursprünge: Die Eisenerzvorkommen im Westkap und deren Verwitterung sind die Quelle der kieselhaltigen Massen, der sogenannten Jaspilite. Das Alter des Komplexes wird auf etwa 2,4 Milliarden Jahre geschätzt.
- Vorkommen: Gelbe Jaspise kommen an vielen Orten weltweit vor. Die Region im Westkap rund um die Stadt Postmasburg ist bekannt für das Vorkommen zahlreicher farbiger Jaspis-Varietäten. Auch unser Stein stammt aus diesem Gebiet.

SARDONYX
- Merkmale: Sardonyx ist eine Jaspis-Varietät, die sich durch das elegante Zusammenspiel von braunroten Farbtönen mit tiefem Onyxschwarz auszeichnet. Er ist bei Sammlern sehr beliebt und lässt sich aufgrund seiner hohen Homogenität und Härte hervorragend polieren.
- Ursprünge: Vor etwa 66 Millionen Jahren kam es in Zentral- und Westindien zu gewaltigen Lavaausflüssen. Beim Erstarren der Lava bildeten sich zahlreiche Risse und Spalten, die später von kieselhaltigen Massen gefüllt wurden und eine enorme Vielfalt an Jaspis- und Achatbildungen hervorgebracht haben. Je nach Anteil der verschiedenen Elemente erfolgte die Färbung dieser silikatischen Massen.
- Vorkommen: Das größte Vorkommen von Sardonyx ist an das Dekkan-Gebirge in Indien gebunden. In der Region Gujarat befindet sich zudem ein traditionelles Zentrum der Steinverarbeitung. Unser Stein stammt aus dem Dekkan-Gebirge.
