Asien
Sammlung von Trommelsteinen
Diese Kollektion lädt dich zu einer unvergesslichen Reise zu den mineralischen Schätzen des größten Kontinents der Welt ein! Sie umfasst neun Steine aus den entlegensten Winkeln Asiens – von den majestätischen Bergen Pakistans über berühmte Fundorte in Indien und China bis hin zu den einzigartigen Schungit-Lagerstätten in Russland.


FLUORIT
- Merkmale: Fluorit ist ein äußerst spröder und spaltbarer Stein, der besondere Sorgfalt erfordert. Chemisch handelt es sich um Calciumfluorid (CaF₂), das im kubischen Kristallsystem kristallisiert. Sein Farbspektrum umfasst Grün, Blau, Gelb und Violett. Treten diese Farbtöne gemeinsam auf, spricht man von Regenbogenfluorit. Bei Sammlern ist er nicht nur wegen seines hohen ästhetischen Werts beliebt, sondern auch aufgrund seiner faszinierenden fluoreszierenden Eigenschaften.
- Ursprünge: Der Stein entsteht durch hydrothermale Mineralisation – heiße, fluorhaltige Lösungen kristallisieren aus und füllen Klüfte und Hohlräume im Gestein. Er bildet sich häufig zusammen mit Calcit, Dolomit und Quarz, oft unter Anwesenheit von Sulfiden wie Pyrit oder Chalkopyrit.
- Vorkommen: Fluorit für industrielle Nutzung wird an vielen Orten weltweit abgebaut, wobei die größten industriellen Lagerstätten in Mexiko, China und Namibia liegen. Edelsteinwürdige Kristalle stammen vor allem aus den Minen in Namibia (Region Okorusu) und in China. Unser Fluorit stammt konkret aus Changbao in der Provinz Hunan, China.

SCHUNGIT
- Merkmale: Schungit ist ein faszinierendes kohlenstoffhaltiges Gestein mit einzigartigen Eigenschaften und einer bemerkenswerten Geschichte. Es handelt sich um ein amorphes Gestein mit einem Kohlenstoffgehalt von bis zu 90 %, der Moleküle in kugel- oder ovalförmigen Strukturen bildet. Neben industriellen Anwendungen wird Schungit auch in der Schmuckherstellung geschätzt, vor allem aufgrund seiner starken harmonisierenden und schützenden Eigenschaften, die ihm traditionell zugeschrieben werden.
- Ursprünge: Über die Herkunft des Schungits existieren verschiedene Theorien, darunter auch solche, die einen außerirdischen Ursprung vermuten. Wissenschaftler neigen jedoch zu der Ansicht, dass er durch die Umwandlung organischer Sedimente prähistorischer Meere unter extremem Druck und hoher Temperatur entstanden ist. Das Alter dieses Gesteins wird auf bis zu 2 Milliarden Jahre geschätzt.
- Vorkommen: Obwohl kleinere Schungit-Vorkommen in Indien, im Kongo und in Kasachstan entdeckt wurden, befinden sich die bekanntesten und bedeutendsten Lagerstätten in der Region Karelien in Russland. Unser Schungit stammt genau aus dieser Quelle.

BAUMACHAT
- Merkmale: Baumachat zeichnet sich – im Gegensatz zum Moosachat – durch eine undurchsichtige, weiße Grundmasse aus, die aus einer Mischung aus Opal und Chalcedon besteht. Sein hoher dekorativer Wert beruht auf dem starken Kontrast zwischen dem weißen Gestein und den markanten grünen Chlorit-Einschlüssen. Daher ist er besonders beliebt bei der Herstellung dekorativer Objekte.
- Ursprünge: Baumachate entstanden während der Bildung des Dekkan-Plateaus in Indien vor etwa 65–66 Millionen Jahren. Wie bei anderen Achaten geschah dies durch hydrothermale Prozesse, bei denen kieselsäurereiche Lösungen Hohlräume im Gestein füllten. Der höhere Anteil an Opalkomponenten führte dazu, dass die Grundmatrix undurchsichtig ist und eine weiße Farbe aufweist. Die dendritischen Chlorit-Einschlüsse, die sich in dieser Wirtsgesteinsmasse bildeten, verleihen dem Stein ein einzigartiges, an Baumäste erinnerndes Aussehen.
- Vorkommen: Das Hauptvorkommen von Baumachaten ist an das Deccan-Plateau im indischen Bundesstaat Maharashtra gebunden. Unser Stein stammt genau aus diesem Gebiet.

SONNENSTEIN
- Merkmale: Der Sonnenstein gehört zur Gruppe der natrium- und kalziumreichen Feldspäte, den sogenannten Plagioklasen. Er ist bekannt für seinen feinen, glitzernden Schimmer, der durch innere Einschlüsse – meist Hämatit – verursacht wird. Diese Einschlüsse verleihen dem Stein seine Farbpalette, die von Orange über Rot und Braun bis hin zu goldenen Tönen reicht. Bereits im Altertum wurde dieser Stein mit dem Sonnengott in Verbindung gebracht.
- Ursprünge: Dieser Stein entsteht in magmatischen Gesteinen wie Andesit, Syenit oder Granit. Beim Abkühlen der Magmaschmelze scheiden sich feine, plättchenförmige Einschlüsse (z. B. Hämatit) aus, die parallel ausgerichtet sind und den charakteristischen Schimmer erzeugen.
- Vorkommen: Sonnenstein kommt an vielen Orten weltweit vor. Besonders geschätzt sind die Steine aus Oregon (USA), deren Färbung auf Kupfereinschlüsse zurückzuführen ist. Hämatit-Einschlüsse finden sich vor allem in Steinen aus Tansania und Indien. Unser Stein stammt aus der Region Tamil Nadu in Indien.

ARAGONIT
- Merkmale: Aragonit, chemisch Calciumcarbonat (CaCO₃), ist ein Mineral, das im orthorhombischen Kristallsystem kristallisiert. Er ist ein Polymorph von Calcit (gleiche chemische Zusammensetzung, aber unterschiedliche Kristallstruktur). Typischerweise bildet er strahlig-faserige Aggregate oder nadelförmige Kristalle. Es handelt sich um ein sehr weiches Material, das ausschließlich von Hand poliert werden muss, was sich im höheren Preis der Endsteine widerspiegelt. Aragonit tritt in zahlreichen Farbtönen auf – von Weiß, Grün, Grau und Gelbgrün über Honigfarben bis hin zu Rosa.
- Ursprünge: Aragonit entsteht durch Ausfällung aus karbonatreichen Wässern in Umgebungen mit niedriger Temperatur und Druck. Er bildet sich unter anderem in Hohlräumen vulkanischer Gesteine, im sedimentären Milieu als Tropfstein, in hydrothermalen Gängen oder durch die Sedimentation von Tierschalen.
- Vorkommen: Aragonit ist weltweit verbreitet, insbesondere in Kalk- und Dolomitgebieten (z. B. in Spanien, Österreich und auch im Böhmischen Karst). Zu den bedeutendsten Fundorten gehört Pakistan, wo Aragonit hauptsächlich für dekorative Zwecke abgebaut und verarbeitet wird. Unser Stein stammt aus der pakistanischen Region Belutschistan.

AJOOBA-JASPIS
- Merkmale: Ajooba-Jaspis, auch bekannt als Fruchtjaspis, ist der Handelsname für ein einzigartiges Konglomerat, das durch seine Struktur und farbenfrohen Kombinationen fasziniert. Es handelt sich um ein dekoratives Gestein aus grünen, gelben und roten Fragmenten, die in einer dunkelbraunen Matrix eingebettet sind. Obwohl dieser Stein auf dem Edelsteinmarkt eine Neuheit ist, wurde sein Vorläufer bereits in der Antike zur Verzierung majestätischer Mogul-Bauwerke im indischen Agra verwendet.
- Ursprünge: Die neueste Theorie geht davon aus, dass dieser Stein durch die Umwandlung fossilen Kalksteins im Silur entstanden ist.
- Vorkommen: Ajooba-Jaspis besitzt nur eine einzige bekannte Fundstelle weltweit, und zwar in Indien. Er wird im Steinbruch Gora im Bundesstaat Madhya Pradesh, in der Region Sabalgarh, abgebaut. Auch unser Stein stammt aus diesem Vorkommen.

MONDSTEIN
- Merkmale: Mondstein ist die Handelsbezeichnung für eine edelsteinfähige Feldspat-Varietät. Mineralogisch handelt es sich um einen Verwachsungskomplex aus Orthoklas und Albit. Genau diese Verwachsung beider Modifikationen erzeugt den bläulichen Schimmer und den optischen Effekt der Adulareszenz, der dem Stein seinen poetischen Namen verliehen hat. Er wird überwiegend zu Cabochons verarbeitet, da dieser Effekt dort am besten zur Geltung kommt.
- Ursprünge: Mondstein bildet sich in Pegmatiten und feldspatreichen Gängen. Während des langsamen Abkühlens der Magmaschmelze kommt es zu einem wechselseitigen Wachstum von Orthoklas und Albit. Dieses schichtartige Wachstum schafft die Voraussetzungen für die Entstehung der Adulareszenz, des optischen Effekts, der für diesen Stein charakteristisch ist.
- Vorkommen: Die wichtigsten Vorkommen der hochwertigsten Edelsteinvarietäten des Mondsteins befinden sich in Sri Lanka. Auch Indien verfügt über bedeutende Lagerstätten, vor allem für weniger durchscheinende Steine mit jedoch sehr starker Adulareszenz. Unser Mondstein stammt aus Indien.

LAPISLAZULI
- Merkmale: Lapis Lazuli erhielt seinen Namen bereits vor über tausend Jahren aus der Kombination des lateinischen Wortes „lapis“ (Stein) und des arabischen „lazul“ (blau). Es handelt sich um ein dunkelblaues metamorphes Gestein, das hauptsächlich aus blauem Lazurit und Sodalith besteht, mit typischen Beimengungen von grauweißem Calcit, goldschimmerndem Pyrit und Glimmer. Lapis Lazuli gehört zu den ältesten Edelsteinen der Menschheitsgeschichte. Im Alten Ägypten wurde er zur Herstellung von Schmuck, zur Verzierung von Pharaonenmasken verwendet und sein gemahlenes Pigment galt über Jahrhunderte als das wertvollste Ultramarinblau.
- Ursprünge: Lapis Lazuli entsteht durch Kontaktmetamorphose von kalziumreichen Kalksteinen. Unter hohen Temperaturen und Druck verändert sich die Mineralzusammensetzung des ursprünglichen Gesteins, wobei hauptsächlich Lazurit zusammen mit begleitenden Mineralen kristallisiert.
- Vorkommen: Zu den bekanntesten und hochwertigsten Lagerstätten, die bereits seit dem Altertum berühmt sind, gehört die Region Badachschan in Afghanistan. Afghanischer Lapis wird vor allem wegen seiner tiefblauen Farbe (hoher Lazurit-Anteil) und seines geringen Calcitgehalts geschätzt. Weitere Vorkommen gibt es in Russland (bei Baikal), Chile und Pakistan. Unser Stein stammt aus der Region Pakistan.

WEISSER ACHAT
- Merkmale: Weiße Achate zeichnen sich durch das Wechselspiel von Chalcedon- und Opalschichten aus. Indische Achate erkennt man an ihren beige- und graufarbenen Tönen, die von weißen Bändern begleitet werden. Aufgrund ihres einzigartigen Aussehens wurden diese Steine in der Vergangenheit häufig zur Herstellung dekorativer Gegenstände verwendet.
- Ursprünge: Die Gesteine in der Region Bhilwara im Bundesstaat Rajasthan entstanden vor etwa einer Milliarde Jahren. Die Achatfüllungen bildeten sich jedoch erst später, und ihr Alter wird auf mehrere hundert Millionen Jahre geschätzt. Die weißen Bänder sind ein Hinweis auf eine reinere Phase der Chalcedonausfällung, ohne farbgebende oxidationserzeugende Elemente.
- Vorkommen: Dieser Achatt-Typ kommt in der Umgebung der Stadt Bhilwara vor, genauer gesagt in dem Gebiet, das als Bhilwara Supergroup bekannt ist, im indischen Bundesstaat Rajasthan. Unser Stein stammt genau aus diesem Fundgebiet.

